
Eines Samstagmorgens - noch ganz benommen, aber froh, vielleicht der Stadthitze zu entkommen, fand sich nach langer Fahrt mit Zug und Bus unser Trüppli, Mit Sack und Pack bei Meien Sustenbrüggli. Zuallererst erlernten wir die Namen der vier Herren und zehn Damen. Und als Merkhilfe je einen wichtigen Begriff: Z.B. wer gern unterwegs ist mit Töff oder Segelschiff; und Ilona verspeist am liebsten Häppli! Dann setzten wir auf die Käppli bevor wir zum Sustenhüttli aufbrachen, wo wir gleich Bekanntschaft machten mit dem Hausdrachen.

Nun konnten wir das Bergweekend richtig starten und verbrachten den Nachmittag im nahgelegenen Klettergarten. Wir übten gleich sichern und gesichert werden, denn das verhindert beim Klettern hoffentlich das Sterben! Ausserdem konnten alle an ihren Knotenkünsten feilen, und wir lernten uns selber abzuseilen. Wir fanden das Essen und den Sonnenuntergang ganz nett, gingen aber bald danach zu Bett. Ohne Angst vor unseren vermeintlich mitgebrachten Wanzen, konnten wir uns in den Schlafsäcken verschanzen.

Beim Aufstehen hatten viele Mühe, sogar nach drei Tassen Kaffebrühe. Über spannende Felswege anstatt breiten Strassen machten wir uns auf zum Gipfel Grassen, Lustigerweise benannt nach unserem Zimmer… Es war noch kalt beim ersten Sonnenschimmer, und bald erreichten wir Schnee und Eis übten mit dem Heiratsspiel im grossen Kreis, mit den Eisen Auf und ab, hin- und her und keiner fiel - das gefiel sehr. Dann ging es aufwärts - mal flach mal steil, alles am langen Seil. Mit Klettern und ziehen noch ein Couloir hinauf, doch mir knurrte leider bald schon der Bauch. Jedoch ging es nach dieser natürlichen Leiter über Schneefelder und Felsen heiter weiter. Auf dem Gipfel empfing uns eine Aussicht! Beschreibbar weder mit Fotos noch Bericht… Übrigens fehlten dem Grassen nur wenige Meter für die dreitausend. Doch das stört niemanden wenn päuselnd und Zmittag schmausend…

Alsbald kam das erste Missgeschick Nicht achtsam nur ein Augenblick, schon waren wir froh um die Bremsübung mit Pickel. Ausserdem fiel der auf den Rucksack gelegte Seilwickel Und war in der Gletscherkluft versenkt. Zum Glück birgt Nino Seil und Hut und dazu 'nen Pickel geschenkt. Wir staunten, denn die Kluft muss man erst mal preichen... Aber zum Glück fanden wir da unten keine Leichen. Nach dem Rückweg über Schnee und Stein muss eine Abkühlung im Seelein sein, bevor der Drachen uns ein Vegi-Znacht serviert: Spaghetti mit Tomatensauce, oh wie kompliziert...

Am dritten Tage sind wir nun parat für die Kletterei über den Chanzelgrat! Jeweils eine 3er Seilschaft vereint ihre Kraft um die Türme zu erklimmen und zu schauen, dass die Knoten stimmen. Das Kraxeln macht sehr viel Spass, doch wir freuen uns auch auf ein kühles Nass, denn sie hat uns eingeholt die Hitze, dass man sogar auf der Bergspitze ordentlich schwitze. Viel zu bald machen wir uns auf den Weg zurück mit den Herzen gefüllt mit Glück und den Köpfen gefüllt mit Wissen, sinkt jede am Abend in die eigenen Kissen. Und mit einer herzlichen Dankesspende ist der Reim hier nun zu Ende. Bericht von Daniela Seitz









































