Beim Hüttenzustieg bewunderten wir unter der strahlenden bündner Junisonne, tosende Wasserfälle,
blühende Alpenrosen und beeindruckende Gletscherschliffe am Rein da Sumvitg.
Unser gestecktes Ziel für den zweiten Tag: der Piz Terri. Beschrieben als «prachtvolle, scharfkantige Gipfelpyramide» ist er mit 3149m.ü.M. der höchste Berg der Gegend. Die Erwartungen an die Aussicht dementsprechend gross. Wir staunten über den widerstandskräftigen Marienkäfer kurz unterhalb des Gipfels, die imposante Hängebrücke, genossen ein Eisbad beim Abstieg und den Greinakuchen in der Terrihütte. Die Aussicht vom Gipfel wurde uns aber leider mehrheitlich verwehrt. Am dritten Tag wanderten wir entlang des mäandrierenden Rheins durch die Greinaebene um den Piz Valdraus zu übersteigen. Auch da präsentierte sich durchgängiges, meditatives Weiss. Dieses zeigte sich optimal zum Skifahren auf Schuhsohlen. Die Pickelbremse zeigte sich nützlich. Der frischgebackene Kuchen in der Medelserhütte überbot unsere Erwartungen und die speziellen Verhältnisse wurden vom historischen Fussballspiel der Schweizer Nati nochmals unterstrichen. Am vierten Tag kletterten wir durch Nebel, Wind und Hagel an der «Morgensonne» hoch (Name der Kletterroute ausnahmsweise nicht Programm) und so waren wir gewappnet für den krönenden Abschluss am Piz Caschleglia vom fünften Tag. Dieser zeigte sich erneut facettenreich und die rutschigen Felsen forderten unsere Hände und Trittsicherheit.
Beim Abstieg bewunderten wir, weniger sonnengebadet aber zufrieden, riesige Bartgeier und träumten von weiteren Tichubomben.






