
Mit kleinen Augen und Kaffeebechern in der einen, die Ski in der anderen Hand trafen wir uns in Zürich und bugsierten unser Gepäck bis nach Mathon. In angenehmer Wärme übten wir die Kamerad:innenrettung. Die Einstiegstour bereitete einigen Teilnehmenden Sorgenfalten. Anstelle des erwarteten Powders fuhren wir auf hartem Schnee ab. Wir liessen uns nicht entmutigen und standen am Sonntag wieder bereit. Zwar erwischten wir einen
Gipfel zu weit links dennoch konnten wir erste genussvollen Schwünge im Schnee ziehen. Weiter unten kam aber wieder vermehrt der Stemmbogen zum Einsatz. So kam der Neuschnee am Montag gerade recht. Nach einer kurzen Pause am Windschatten in einem dunklen Stall konnten wir bei einer lehrreichen Lawinenrettungsübung zeigen, was wir am Samstag gelernt hatten. Voller Neuschnee und vom Wind durchgefroren konnten wir im
Thermalbad in Andeer wieder auftauen. Am nächsten Tag erklommen wir einen Gipfel zwischen dem Zwölfi- und dem Einshorn – also
offensichtlich das Halbieinshorn. Dank dem Neuschnee gab es erste Jauchzer auf der Abfahrt. Am Mittwoch und Donnerstag hat und Rolfs Powdernäsli nicht enttäuscht. Trotz Hitze und viel Sonne hatten wir traumhafte Abfahrten von Carnusapass und vom Beverin Pintg – unser erster offizieller Gipfel. Abends waren nur die Beine müde. Es gab Kopf-an-Kopfrennen beim Tichu, hitzige bis verzweifelte Diskussionen zwischen Abenteurer und Wächterinnen, es wurde Neues zur Jagdstrecke im Schams gelernt und natürlich – dank der tollen Organisation des Küchenteams – gut gegessen. Mit braungebrannten Köpfen und brandneuen Buffs machten sich die Mountainscouts sicher angeschnallt wieder auf den Heimweg.
