Sonnenschein, Herbstfarben und Plattenschleicherei im Ticino
Das Wetter war nach Durchquerung des Gotthardtunnels nicht ganz so prickelnd wie erwartet. Das Tessin zeigte sich nebelverhangen und die Landschaft sah verdächtig nass aus. So machten wir am Nachmittag auch gleich einmal die Erfahrung, dass es sich auf nassem Fels nicht so gut klettern lässt. Plötzlich war eine 4a gar nicht mehr so einfach…
Am nächsten Tag schien dafür die Sonne und wir schwitzten doch ein wenig in der Südplatte von Ponte Brolla. Auf dem Programm standen das praktische Anwenden von Standplatzbauen in Mehrseillängen sowie das Abseilen. Wir übten das gleich in kleinen Gruppen, indem wir eine Route mit mehreren Seillängen kletterten. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung, doch alle entschieden sich fürs klettern, entweder im Ost-oder Südsektor. Die Gruppe teilte sich auf und ein Grossteil genoss nach der Kletterei noch ein erfrischendes Bad in der eher kühlen Maggia. Am Abend wurden wir mit selbstgemachter Marronisuppe verwöhnt.
Der Samstag stand nach einem ausgiebigen Brunch ganz im Namen des Monte Garzo. In zweier oder dreier Seilschaften nahmen wir jeweils eine der Mehrseillängen an diesem Felsen in Angriff. Einige mochten die plattige Kletterei mehr, andere weniger. Wir kamen aber alle auf dem „Gipfel“ an und konnten von oben die Aussicht bis auf den Lago Maggiore geniessen. Den Nachmittag liessen wir im gemütlichen Grotto America ausklingen.
Den letzten Tag verbrachten wir im Klettergarten Balladrum. Nach einer zügigen Hausputzaktion spazierten wir wieder bei bestem Wetter in den aussichtsreichen Klettergarten. Da es zwei Sektoren hatte, gab es für jede oder jeden eine passende Route.
Es waren vier aktive und lustige Tage im Tessin bei bestem Wetter, cooler Kletterei und noch cooleren Leuten!
Bericht von Xapuri



























