LVS

Das LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) sendet ein regelmässiges Signal aus, das im Falle einer Lawine von einem anderen LVS erkannt und geortet werden kann. Gebräuchlich sind Markennamen wie Barryvox (Mammut), Pieps, Orthovox oder Tracker.
Es gibt viel Literatur und Merkblätter über die Handhabung dieser Geräte. Hier also nur eine kurze Erläuterung über die wichtigsten Merkmale der modernen LVS.
Die LVS die wir auf der Skitour auf uns tragen senden einen Impuls auf der Frequenz 456 kHz. (ähnlich Radiowellen). Bei einer Verschüttung eines Kollegen können die Nichtverschütteten sofort mit der Rettung beginnen, indem sie ihre Geräte auf suchen umschalten und so die Opfer in den Schneemassen orten können.
Was auf jeden Fall zu einem LVS gehört ist eine Schnee- / Lawinenschaufel. Ebenfalls warm empfohlen ist eine Sondierstange. Diese erleichtert wesentlich die Feinortung.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen: das analoge und das digitale Gerät. Alle senden auf derselben Frequenz, sind also kompatibel. Bei beiden muss man sich mit der Handhabung vertraut machen und regelmässig das Suchen üben.

Das Analoge

Grosse Reichweite, neben dem akustischen Signal manchmal auch eine optische Anzeige, braucht regelmässiges Training, eher für erfahrene Anwender.
Suchen: Umstellen auf Empfangen, grösste Stufe. Gerät senkrecht halten (Antenne) Lautstärke reduzieren das der Ton gerade noch hörbar ist. Sich schnell bewegen. Nur wenn man sich bewegt und der Signalton leise ist, kann eine Veränderung der Lautstärke festgestellt werden. (Je näher man dem Sender (Opfer) kommt, desto lauter wird der Ton.) Sender senkrecht eingabeln. (Siehe ev. Merkblatt) Bei zweit kleinster Stufe ev. Eingabeln auf der Schneeoberfläche wiederholen. Sondieren mit Sondierstange und bei einem Treffer schaufeln.

Das Digitale

Unterstützende optische Anzeigen (Display) wie Richtung und Distanz in der zu gehen ist, sowie Mehrfachverschüttung. Meist einfache Bedienung. Kleinere Rechweite als die Analogen, grösserer Stromverbrauch. Gerät gut geeignet für Einsteiger und wenig Geübte.
Suchen: Umstellen auf Empfangen. Gerät horizontal und ruhig halten, warten bis Richtung angezeigt wird. Den Pfeilen folgen, dabei „langsam“ gehen und das Gerät nach den Pfeilen richten. Ab 2-1m sondieren mit Sondierstange und bei einem Treffer schaufeln. Je nach Gerät besteht die Möglichkeit auf analog umzuschalten um eine Feinortung (senkrecht Eingabeln) vorzunehmen.

LVS von Mountainscouts

Wir haben 5 analoge LVS die wir zu Selbstkostenpreisen vermieten: Wochenende: 15.-, verlängertes Wochenende: 20.-, Woche 25.-
Wenn du von uns ein LVS mietest erklärst du dich automatisch einverstanden mit folgenden Punkten:

  • Behandle das Gerät wie dein Eigenes. Schaden kannst du jedem LVS zufügen mit grosser Erschütterungen: Lass es nicht fallen, wirf es nicht herum, auch nicht deinen Rucksack mit dem LVS im Deckelfach. Eine gebrochene Antenne zeigt das Gerät nicht an, aber es vermindert die Sendeleistung enorm was dir (oder dem Nächsten der es benützt) ev. das Leben kosten kann.
  • Es sind Batterien dabei, aber nimm Ersatz mit (2 x AA, Alkaline! keine KohleZink, oder wieder aufladbare Batterien.) und mach vor der Tour den Test. Sicherungshebel zurückziehen und Rädchen auf „T“ drehen: LED blinkt und Ton ertönt mind. 10 mal = genügend Energie für 24 Stunden senden.
  • Momentan hat Pierre die LVS bei sich zu Hause. Er gibt dir gerne Auskunft ob noch eines zu haben ist an deinem Wunschdatum, oder wies es genau funktioniert.
  • Bitte bezahle es beim Abholen und bringe es nach der Tour bald wieder zurück.
  • Obwohl die Geräte regelmassig getestet werden übernimmt Mountainscouts keinerlei Garantie für die Funktion. Die Handhabung ist Sache des Anwenders und will regelmassig trainiert sein.